top of page

BEYOND THE GALOPP ist ein dokumentarisches Fotoprojekt über die wachsende Hobby-Horsing-Szene – ein ungewöhnliches Phänomen zwischen Sport, Kunst und Jugendkultur. Die Arbeit begleitet Athlet*innen von Training bis Wettkampf und zeigt, wie eine belächelte Subkultur durch Kreativität, soziale Medien und Gemeinschaft Selbstermächtigung schafft. Die Süddeutsche Zeitung schreibt:
Hier geht´s zum Artikel.

Detailierte Projektinfos:
Hobby Horsing ist ein vielschichtiges Phänomen an der Schnittstelle von Sport, Kunst und Gemeinschaft. Ursprünglich aus Finnland stammend, gewinnt diese dynamisch wachsende Disziplin besonders unter jungen Frauen zunehmend an Beliebtheit – und wird zugleich häufig missverstanden, belächelt oder sogar offen abgelehnt. Auch in Deutschland wächst die Community rasant, während viele Teilnehmerinnen mit Kritik, abwertenden Kommentaren und Mobbing konfrontiert sind.

Die fotografische Serie ermöglicht einen intimen Einblick in eine Szene, die von Leidenschaft, Resilienz und Kreativität geprägt ist. Weit entfernt von einer bloßen Freizeitbeschäftigung erfordert Hobby Horsing körperliches Training, performative Präsenz und handwerkliches Geschick. Das Projekt begleitet die Athletinnen von privaten Übungseinheiten bis zu nationalen Turnieren, darunter auch Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft. Es beleuchtet, wie Social Media den Sport verändert und als kollektiver Ort der Selbstermächtigung fungiert.

Die Arbeit basiert auf umfangreicher Feldrecherche: dokumentiert wurden Turniere in ganz Deutschland, Gespräche mit internationalen Reiterinnen sowie Einblicke in die Arbeit regionaler Verbände in Mitteldeutschland. Eine bevorstehende Reise nach Finnland wird die Serie um die fotografische Begleitung des Finales sowie um persönliche Video-Interviews erweitern.

Die Fotografien stellen gängige Klischees infrage und machen eine Subkultur sichtbar, die sich gängigen Normen widersetzt – und trotz sozialer Stigmatisierung weiter wächst. In dieser Beharrlichkeit zeigt sich eine tiefere Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Erwartungen und der anhaltenden Wirkung misogyn geprägter Narrative. In diesem Kontext wird Hobby Horsing nicht nur als Sport, sondern als Form der Selbstbehauptung und Solidarität erfahrbar.

bottom of page